Erkundung des Konzentrationslagers Mauthausen

Am Dienstag, den 27.11.2018, fuhr die 10. Jahrgangsstufe im Rahmen des Geschichtsunterrichts zum Konzentrationslager Mauthausen nahe der oberösterreichischen Stadt Linz. Nach der ca. zweistündigen Fahrt wurden wir in Gruppen aufgeteilt. Jede Gruppe machte einen zweistündigen Rundgang mit einer halben Stunde Pause und einen anschließenden Workshop mit Gestaltung eines Plakats zu verschiedenen Themen.

Das KZ Mauthausen wurde am 08.08.1938 eingerichtet und zählte über 40 Außenlager. Es diente ausschließlich der „Vernichtung durch Arbeit“, wobei die Häftlinge unter unmenschlichen Bedingungen im nahegelegenen Steinbruch schuften mussten. Das KZ wurde von der Schutzstaffel (SS) verwaltet. Die SS-Männer mit Familien waren im zwei Kilometer entfernten Mauthausen untergebracht und genossen dort Beliebtheit und Ansehen. Neu angekommene Häftlinge mussten oft tagelang an der sogenannten „Klagemauer“ stehen, bevor sie geduscht, kahlgeschoren und von den Ärzten selektiert wurden. Dabei stellte Arbeitsunfähigkeit ein sofortiges Todesurteil dar. Außerdem wurde ihnen eine Nummer zugeteilt, die dann ihren Namen ersetzen sollte. Ärzte und Krankenlager dienten nicht der tatsächlichen medizinischen Versorgung, sondern dazu, dass sich Seuchen nicht verbreiteten und Medikamente an Menschen getestet werden konnten. Seit 1942 kamen im KZ Mauthausen auch Gaskammern zum Einsatz. Die Leichen der Insassen wurden in den Krematorien verbrannt. Keinerlei Privatsphäre gab es in den Häftlingsbaracken, außerdem waren sie völlig überfüllt. Bis zur Befreiung des Konzentrationslagers durch die Amerikaner am 5.Mai 1945 fanden etwa 90.000 Häftlinge dort den Tod, die Hälfte von ihnen in den Krankenlagern.

Heute sind bereits viele verschiedene Denkmäler aus unterschiedlichen Ländern errichtet worden. Außerdem gibt es einen Raum der Namen, in dem Namen, Geburts- und Sterbedaten von 81.000 der insgesamt 90.000 Todesopfer aufgelistet sind, um ihnen so, wenn auch nur nachträglich, ein Stück der Menschlichkeit zurückzugeben, die sie durch den Tausch ihres Namens gegen eine Nummer verloren hatten.

Katharina Grantner, Paula Neudert, 10 a

 


« zurück zur Übersicht

Social Media Besuchen Sie unseren Social-Media Auftritt.